Segmentdichtung

Die Segmentdichtung, auch Modulardichtung genannt, ist ein leistungsstarkes System zur sicheren Abdichtung von Rohren, Kabeln und Leitungen. Sie kommt bei Durchführungen durch Wände, Böden oder Decken zum Einsatz und wird in Kernbohrungen oder Futterrohren montiert. Das System überzeugt durch eine einfache Montage, hohe Flexibilität bei unterschiedlichen Rohrdurchmessern und eine dauerhaft zuverlässige Dichtwirkung.
Aufbau und Funktion Die Segmentdichtung besteht aus einzelnen Gummisegmenten, die sich flexibel miteinander kombinieren lassen. Diese Segmente werden ringförmig um das Rohr angeordnet. Jedes Element verfügt über eine Druckplatte und eine Schraubverbindung. Nach dem Einsetzen in den Ringspalt zwischen Rohr und Kernbohrung zieht man die Schrauben gleichmässig an. Dadurch entsteht eine radiale Kompression. Die Gummisegmente dehnen sich aus und füllen den Zwischenraum vollständig aus. Das Material passt sich exakt an die Rohr- und Wandoberflächen an. So entsteht eine sichere, wasser- und gasdichte Abdichtung.
Vorteile und Anwendungen Flexibilität Durch unterschiedliche Segmentgrössen und die variable Anzahl der Elemente lässt sich das System exakt an verschiedene Rohrdurchmesser und Ringspaltbreiten anpassen. Einfache Montage Die Installation gelingt auch bei engen Platzverhältnissen oder bei bereits verlegten Leitungen. Es sind keine Spezialwerkzeuge oder Klebstoffe erforderlich. Die Segmentdichtung eignet sich ideal für Neubauten und Sanierungen. Sie bietet eine langlebige, wartungsarme und sichere Lösung für anspruchsvolle Abdichtungsaufgaben.
Langlebig Wartungsfrei Druckbeständig Typische Anwendungsbereiche Unsere Lösungen kommen in der Wasser- und Abwasserwirtschaft zum Einsatz. Sie eignen sich für den Maschinen- und Anlagenbau. Auch die chemische Industrie setzt darauf. Im Kraftwerksbau sowie im Hoch- und Tiefbau sorgen sie für eine sichere und dauerhafte Abdichtung von Durchführungen.

Weitere Ausführungen

Montageanleitung

Futterrohr/Kernbohrung und Medienleitung reinigen, Rohr/Kabel in der Maueröffnung zentrieren. Medienleitungen müssen geeignet sein, formstabil und ohne Beschädigungen im Dichtbereich. Kernbohrungen müssen masshaltig und mit einer glatten Innenwandung ausgeführt sein. Einbautoleranzen gemäss Berechnungsprogramm. Das Rohr benötigt an beiden Enden eine Auflage, die Segmentdichtung kann nur eine Abdichtfunktion übernehmen und dient nicht als Rohrauflager oder Festpunkt. Die Verlegerichtlinien sind zu beachten.
Einsatz nur in geeigneten Futterrohren, Einbautoleranzen gemäss Massangaben im Berechnungsprogramm. Hier sind die ausgewiesenen Spannbereiche zu beachten. Dies gilt auch für die Abmessungen der Medienleitungen. Mit geeigneter Dichtfläche in der Innenwandung und Steifigkeit (Formstabilität nach Einbau) des Futterrohres. Verbinden Sie die beiden Enden der Kette. Lösen Sie die hintere Druckplatte nur soweit, dass sich der Dichtring frei bewegen lässt.
Alle Schraubköpfe müssen in Richtung des Monteurs zeigen. Ein evtl. Durchhängen der Kette ist normal. Entfernen Sie KEINE Segmente. Bei kleineren Rohren kann es erforderlich sein, dass die Kette bei der Montage gedehnt werden muss!
Schieben Sie den Ring in den Zwischenraum. Die Schraubköpfe sollen auch nach der Montage zugänglich sein. Bei Ketten mit grösseren Dichtelementen schieben Sie zuerst den Ring auf 6.00 Uhr Position ein und dann auf beiden Seiten bis zur 12.00 Uhr Position.
Beginnen Sie nun auf 12.00 Uhr Position die Schrauben im Uhrzeigersinn anzuziehen. Anziehen nur mit der Hand, nicht mit Maschinenschraubern (Drehmomentschlüssel).
Ziehen Sie jede Schraube MAXIMAL 4 Umdrehungen an. Wiederholen Sie den Vorgang im Uhrzeigersinn ungefähr 2 bis 3 mal, bis das Elastomer gleichmässig zwischen allen Druckplatten hervorquillt und der ange-gebene Drehmoment (s. Tabelle) erreicht ist.
Schraubvorgang nach 2 Std. wiederholen. Abhängig von den Einbaubedingungen (Ringraum, Temperatur, etc.) ggf. mehrfach nachziehen. Dies gilt im besonde-ren für Grössen 500-700